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Verdienen wie kino.to und movie2k?

Wer hat sich angesichts der hohen kolportierten Einnahmen der Download-Portale nicht gedacht, dass man das System 'kino.to' auch für eigene Zwecke nutzen könnte? Man kann, ein eigener Streaming-Dienst ist hierfür online gegangen.

Millionen an Einnahmen durch Werbekunden sollen es gewesen sein, die die Macher von kino.to durch den Betrieb der Server erwirtschaftet haben. Dabei haben sie auf die illegale Nutzung von Filmen vertraut. Und auf sichere Streaming-Server zur Verteilung der Filme, Werbesysteme für die Einnahmen, Suchmaschinen zur Verbreitung und User, die das ganze gewartet und genutzt haben.

So funktioniert das Geschäftsmodell beim Film-Download

Um genau zu sein, funktioniert das Modell auf verschiedenen Ebenen:

  • Filme landen auf Downloadserver. Die Server stehen 'gesichert' im Internet und werden von Usern mit Inhalten gefüttert.
      Videozer Streaming Server
  • Die Suchmaschine zu diesen Streaming-Angeboten sind dann Portale wie kino.to, kinox.to, video2k.com oder movie2k.to. Dort findet man die Downloads also, tatsächlich liegen sie aber auf den erstgenannten Servern. Die Inhalte des Katalogs werden durch User gewartet - die Eingaben stammen vermutlich von den gleichen Personen, die Filme auch auf die Downloadserver gestellt haben.
      movie2k.to Login
      kinox.to Login
  • Die illegalen Filme und auch alles legale Material stammt häufig aus dem Usenet. Auch da existieren eigene Anbieter wie usenext oder firstload, die den Zugang erleichtern.
      Usenet-Downloads
  • Die Server-Anbieter betreiben ihre Angebote in sicheren Gebieten und sie beteuern, keine Log-Dateien ihrer User zu speichern. Trotzdem finden Anonymisierungs-Dienste wie maxonymous, die eine Rückverfolgung unmöglich machen, reißenden Absatz.
      Maxonymous - anonym surfen

Finanziert wird das alles durch die Werbeangebote auf den Portalen. Und das ist durchaus lukrativ, das hat nicht nur die Angelegenheit rund um kino.to gezeigt. Einige User haben dabei genauso gut verdient wie die Betreiber. Denn pro Upload von Filmen, die andere genutzt haben, gibt es Geld. Die Rechnung dabei ist simpel:

  • Das Login bei Streaming-Servern wie videozer kostet nichts, auch konox.to und movie2k.to ist gratis.
  • Braucht man Filme aus dem Usenet, so kostet der Zugang bestenfalls auch nichts - selbst Power-User zahlen nur wenige Euro - zB. rund 17 Euro bei Firstload.
  • Maxonymous für den anonymen Internetzugang kostet auch nichts und wer schneller anonym surfen will, braucht auch hier nur wenige Euro.
  • Die Einnahmen wiederum hängen vom 'Erfolg' ab, also der Anzahl der User, die einen Film ansehen. Rund um die vier bis 15 Euro pro 1000 Abrufe kann man verdienen.

Klar, dass in einem solchen Modell die Bereitsteller von Servern und Filmen ein gutes Geschäft machen. Man spricht von Millionen-Gewinnen bei den Serverbetreibern aller Art und von zumindest ein paar Tausend Euro Verdienst für jene, die die Filme suchen, hochladen und in den Katalog bei kinox.to eintragen. Ein gutes Geschäft also, das so manchen User über das Urheberrecht hinweg blicken läßt. Die Sicherheit hinter Anonymisierungs-Diensten macht das auch noch leichter zu argumentieren.

Warnen muss man trotzdem vor der illegalen Nutzung von Download-Diensten im Internet: Auch wenn die Server anonym sind, die Betreiber kaum greifbar sind und sich User hinter anonymen Internetdiensten verbergen können - die Technik also eine Verfolgung verhindern kann - so zerstören Raubkopien den legalen Markt hochwertiger Filme. Die Industrie klagt nicht umsonst über schwindende Umsätze und fehlende Käufer. Wir empfehlen potentiellen Nutzern daher einen anderen Weg für Einnahmen aus Videofilmen im Internet.

Legal nutzen und verdienen?

Alle diese Dienste lassen sich jedoch auch legal nutzen, denn niemand schreibt vor, die Server nur für Raubkopien einzusetzen. Auch diese Informationen rund um das Geschäftsmodell von movie2k und Co. wollen nicht als Anleitung für Raubkopierer im Web verstanden wissen, sondern als Hinweis zu möglichen Business-Modellen. Und die sind durchaus legal möglich.

Das Grundprinzip ist dabei einfach: Man bedient sich der erprobten Mechanismen, die im Download- und Erotik-Bereich bestens funktionieren. Das Modell und die Dienste oben sind hier die Basis. Als Inhalt nutzt man eigene Werke oder welche, die rechtefrei sind. Verdient wird immer dann, wenn User die Inhalte abrufen - wer sie gut beschreibt, verlinkt und verschlagwortet hat schon gewonnen. Insbesondere Videozer hat sich als Anbieter kompletter Video-Portale herausgeputzt, der die Verwaltung von Videos und die generierung von Einnahmen übernimmt. Man kann sich das als Youtube mit Einnahmemöglichkeit vorstellen, darf bei den Werbekunden aber nicht wählerisch sein. Auch Websitebetreiber können hier mit Links zu interessanten Video-Filmen Geld verdienen - man kann das Service also auch breiter einsetzen.

Ob die versprochenen 3000 Euro für Film-Uploader auch in diesem Segment gelten, hängt vornehmlich von dem Wert des Inhalts ab - schafft man es, dass User die eigenen Filme gerne sehen, dann gibt es viele Abrufe und entsprechend gute Einnahmen. Ein kleines kino.to-Imperium auf legalem Weg scheint machbar.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

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