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Auch in Sachen Web-Performance kann das Velocity hauptsächlich in der Geschwindigkeit des Seitenaufbaus überzeugen. Bestätigung dafür liefert der Vellamo-Benchmark, der das Gerät knapp vor dem Galaxy Nexus einreiht. In Sachen Spieleleistung gehört das Telefon jedoch nur dem hinteren Teil der Spitzengruppe an, mit einer Leistung von 28 bis 29 Bildern pro Sekunde in der Echtzeit-3D-Darstellung bleibt noch einiges an Luft zum Spitzenreiter, dem Samsung Galaxy SII, das einen Wert von über 40 erreicht.
Als weniger erfreulich und den Befürchtungen entsprechend präsentiert sich die Akku-Laufzeit. Nach durchschnittlicher Verwendung aller Konnektivitäts-Komponenten außer dem 4G-Modul ist der Akku nach vier bis fünf Stunden zur Hälfte geleert. In jedem Fall ist also davon auszugehen, dass das Velocity einmal täglich geladen werden muss. Dies funktioniert über den Micro-USB-Standardstecker auch mit Ladegeräten anderer namhafter und No-Name-Hersteller ohne Komplikationen.
Während die Verbindung ins Netz über 3G-Breitband in der Regel zuverlässig klappt, konnten Performance und Energieverbrauch des LTE-Chips nicht getestet werden. Der Grund: Der Netzausbau in Wien befindet sich in einem frühen Stadium und selbst an Orten, an denen laut Auskunft von A1-Mitarbeitern Empfang gewährleistet sein müsste, fand das Handy kein LTE-Signal. Laut den Angestellten des A1-Flagshipstores nahe der Innenstadt sollte die Abdeckung in großen Teilen des ersten Bezirks gewährleistet sein, ein ausführlicher Rundgang brachte jedoch auch an den wenigen, genannten 'Hotspots' keine Verbindung.
Hier besteht die Möglichkeit, dass die Abdeckung für die seit einigen Monaten angebotenen LTE-Modems ausreichend, für das wesentlich kleinere Modul im Smartphone jedoch noch zu schwach ist. Redakteuren von derStandard.at ist es erst unter Beratung eines Technikers des Netzbetreibers gelungen, eine 4G-Verbindung mit dem Velocity herzustellen und damit eine Downloadrate von über 40 Megabit zu erzielen. Reviews verschiedener Medien ist zu entnehmen, dass sich intensives Surfen über die LTE-Verbindung sehr negativ auf die Akkulaufzeit des Telefons auswirkt.
Einen positiven Eindruck hinterlässt die Hauptkamera des Phones, die die Vorteile des BSI-Sensors gut umsetzt. Auch die Qualität der aufgenommenen Videos in Qualität bis Full-HD ist für Smartphone-Verhältnisse gut. Die Frontkamera hingegen verzichtet auf technische Verbesserungen, was deutlich auf die Aufnahmequalität durchschlägt. Diese ist für Videotelefonie bei guten Lichtverhältnissen ausreichend, mit allzu gelungenen Schnappschüssen darf man jedoch nicht rechnen.
Insgesamt hinterlässt das HTC Velocity 4G, das als Highend-Vertreter der Android-Zunft ins LTE-Zeitalter überführen soll, einen sehr positiven Eindruck. Insbesondere die Dualcore-CPU und der Arbeitsspeicher erweisen sich als gelungene Kombination, die den anderen Komponenten genug Leistung für ein breites Anwendungsspektrum zur Verfügung stellt. Der USP des Handys kommt in Wien mangels LTE-Verfügbarkeit leider nicht zur Geltung, darüberhinaus bleibt aber die Akkuleistung der einzige, echte Schwachpunkt des neuen Smartphones.