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Technik  29.06.2017

Strom aus Meerwasser

Eine Batterie, die Meerwasser schluckt und dabei Strom erzeugt, hat Open Water Power (OWP) entwickelt, ein Spin-off des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

OWP will mit seiner Batterie Unterwasserroboter, Forschungs-U-Boote und andere marine Fahrzeuge ausstatten. Gegenüber Lithium-Ionen-Akkus kann die neue Batterie beispielsweise nicht brennen oder explodieren und hat eine mindestens zehnmal größere Kapazität. 'Wir machen uns daran, den Ozean zu erobern', sagt Entwickler Salmon McKay.

Die Anode des neuartigen Stromspeichers besteht aus einer Legierung, die vor allem Aluminium, aber auch andere Metalle wie Nickel enthält. Die Kathode besteht ebenfalls aus einer Metalllegierung, deren Zusammensetzung OWP allerdings nicht nennt. Getrennt werden die beiden Elektroden von einem alkalischen Elektrolyten. Salzwasser, das die Kathode berührt, wird in Hydroxid-Anionen und Wasserstoff aufgespalten. Das Hydroxid reagiert mit der Aluminiumanode. Dabei entstehen Aluminiumhydroxid und freie Elektronen, die als elektrischer Strom durch einen Verbraucher, etwa ein Messgerät oder einen Antriebsmotor, zurück zur Kathode fließen. Der Kreislauf kann erneut beginnen.

Wenn die Anode verbraucht ist, wird sie günstig ersetzt. 'Unser System schluckt Seewasser und produziert Abfälle', gibt McKay zu. 'Aber die Abfälle sind nicht gefährlich, wenn man sie mit denen von Maschinen auf dem Land vergleicht.' Autonome U-Boote, die Unterwasserpipelines auf Lecks untersuchen, fahren hunderte Kilometer, ehe die Batterien auf Aluminiumbasis leer sind. Das drückt die Kosten, denn sie können von einem Hafen aus starten, ihre Arbeit tun und rechtzeitig zurückkehren, ehe die Akkus leer sind. Bisher werden die Inspektionsfahrzeuge mit Service-Schiffen zu ihrem Einsatzort gebracht. Hin und wieder werden sie wieder herausgefischt, um die Lithium-Ionen-Akkus aufzuladen.

pte/red

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#Forschung #Strom #Akku #Meer


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