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19.08.2002 (Archiv)

Gratulation - 20 Jahre CD

Einen runden Geburtstag feiert dieser Tage die CD: Die nur zwölf Zentimeter große silberne Scheibe trat vor 20 Jahren ihren Siegeszug durch die Musikwelt an.

Am 17. August 1982 produzierte PolyGram in Hannover die erste industrielle CD - mit einer Aufnahme des Pianisten Claudio Arrau. Umgerechnet 20 Euro kostete der Silberling damals. 92 Jahre nach der ersten Schellack-Platte, 31 Jahre nach Einführung der Langspielplatte und 17 Jahre nach der Musik-Kassette brachte die Digitalisierung den rausch- und kratzfreien Hörgenuss.

'Licht wird Musik auf Compact Disc, denn nur der Laserstrahl berührt die Plattenoberfläche', pries PolyGram vor 20 Jahren das 'kleine Wunder' an. Im März 1983 gelangten die ersten 120 Titel von Klassik bis Pop dann auch für die Verbraucher in den Handel.

Die Idee entstand indes schon viel früher: Philips entschied sich bereits im November 1974, in die CD-Technologie zu investieren. Die Forscher waren überzeugt, dass es möglich sei, Audio-Signale mit einem Laser abzutasten und in bis dahin ungeahnter Qualität wiederzugeben. Fünf Jahre später einigte sich Philips mit Sony auf das gemeinsame Projekt. 'Philips war damals führend im Bereich der optischen Speicherung, Sony war bei der Digitalisierung weiter - es war das Beste aus beiden Firmen', erinnert sich Philips-Sprecher Klaus Petri.

Doch weder Philips noch Sony hatten das geeignete Trägermaterial für die musikalische Revolution. Erst der bruchfeste Kunststoff Makrolon von Bayer - sonst für Stadiondächer, Golfschläger oder Brillengläser im Einsatz - bot der Lasertechnik die stoffliche Grundlage. Der damaligen Philips-Tochter PolyGram, heute Universal Music, gelang daraufhin die industrielle Pressung der silbernen Scheiben.

Dass die CD nicht die von Philips ursprünglich geplanten 60 sondern 74 Minuten Spieldauer hat, ist einem einflussreichen Liebhaber klassischer Musik zu verdanken. Norio Ohga, Vizepräsident von Sony und ausgebildeter Konzertmeister, bestand darauf, dass die Neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven in voller Länge auf dieses neue Wunderwerk der Musikindustrie passte, erinnert man sich bei Philips. 'Sonst machen wir nicht mit', soll Ohga gesagt haben. Daher ist die CD auch nicht 11,5, sondern 12 Zentimeter breit. Zudem spekulierte Sony schon damals auf eine tragbare Version ähnlich ihrem Walkman.

Während die Neue Deutsche Welle die Musikfans überrollte, übertraf die CD die kühnsten Träume ihrer Erfinder: Bereits zwei Jahre nach dem Start der Serienfertigung wurden über 20 Millionen CDs gepresst. Schon 1988 hatte sie dem Vinyl den Rang abgelaufen. 'Weltweit wurden seit 1982 etwa 110 Millarden CDs hergestellt', sagt Bayer-Sprecher Frank Rothbarth. 'Nebeneinander gelegt würden sie 33 Mal die Erde umspannen', rechnet er vor.

Doch gerade die Vorteile der CD - viel Speicherplatz und Kopieren ohne Qualitätsverlust - bereiten der Silberscheibe auch Probleme: Raubkopien und illegales Herunterladen aus dem Internet klingt für Hartmut Spiesecke, Sprecher des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft, nicht wie Musik in den Ohren. 'Mit Kopierschutz und neuen Formaten bekämpfen wir nicht die Technik selbst, sondern den Missbrauch', sagt er.

Auch wenn die CD unter allen Tonträgern mit einem Anteil von 72 Prozent nach wie vor die Nase vorn hat: Ihr droht Konkurrenz aus der Videotechnik. Die 1996 auf den Markt gebrachte DVD bietet 14 Mal so viel Speicherplatz. 'Der DVD-Boom ist für uns hervorragend', sagt Verbandssprecher Spiesecke. Der Raumklang und die Möglichkeit, Bilder abzuspeichern, böten für die Musikindustrie ungeahnte Perspektiven.

Während die Musikbranche allenthalben die Bedrohung durch das Internet beklagt, gibt sich Philips gelassen. 'Die Mehrheit der Leute will immer noch die Scheibe mit einem schönen Cover in der Hand halten und nicht die Musik von der Festplatte hören', sagt Petri. Auch in Zukunft wird die silberne Scheibe daher in seinen Augen Musikfans in aller Welt begleiten.

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