WebWizard   18.5.2022 18:49    |    Benutzerkonto
contator.net » WebNews » WebWizard.at » Magazin » Social Web  
 

Wir brauchen Cookies, siehe unsere Datenschutzerklärung.















Neueste Artikel

Rechte Fakenews-Formate auf Youtube
44 Mrd. Dollar: Musk kauft Twitter
Geldnot ist nicht social
Will Musk Twitter kaufen?
Facebook und Kindesmissbrauch
Unzufrieden durch Social Media
Snapchat wird strenger
LinkedIn in der MitarbeitersucheWegweiser...Video im Artikel!
Studenten profitieren von Social Networks
Meta gegen Doxxing
mehr...








Elektro-Maserati


Aktuelle Highlights

Technik für Remote-Gäste


 
WebWizard Social Web
Web 2.0  02.08.2011 (Archiv)

Kindliches Verhalten durch Facebook

Facebook und Twitter haben eine Generation von Selbst-Besessenen geschaffen, die nur zu kurzen Momenten der Aufmerksamkeit fähig sind und wie Kleinkinder ständig Rückmeldung einfordern.

Davor warnt die Hirnforscherin Susan Greenfield von der Oxford University. 'Unser Gehirn passt sich evolutionär an Veränderungen der Umgebung an - auch an Social Networks. Was derzeit die exzessiver Internet-Nutzung bringt, gibt Anlass zur Sorge', so die britische Expertin im pressetext-Interview. Einige der Blüten, die Social Networks hervorgebracht haben, sind in den Augen der Forscherin gefährlich statt nur seltsam. Darunter etwa die vielen Twitter-Banalitäten.

'Niemand interessiert es, was man gerade gefrühstückt hat. Derartige Tweets erinnern stark an ein kleines Kind, das von der Mutter die Rückversicherung verlangt: Schau Mama, was ich gerade mache!' Grundlage dieser Infantilisierung seien existenzielle Probleme der Nutzer, ist Greenfield überzeugt.

Ebenso geben manche Facebook-Nutzer den Anschein, sie wollten Mini-Celebritys werden, deren Alltag ständig von anderen beobachtet und bewundert wird. Sorgen bereitet Greenfield hier, dass sich viele Jugendliche zunehmend nur darüber definieren, was andere über sie wissen und denken. 'Die Fähigkeit zur Selbstreflexion geht dabei teilweise völlig verloren. Besondere Momente lösen statt Emotionen den Gedanken aus, dass sie Facebook-würdig sind, und teils tun Menschen nur mehr Dinge, die gute Postings werden.'

Bedenklich sei die Situation deshalb, da das auf Klicks und Kontakte ausgerichtete Leben ebenso wie exzessives Computerspielen das Gehirn neu 'verkabeln'. 'Speziell Jugendliche haben immer häufiger ein Problem damit, beim Gespräch den Blickkontakt zu halten oder die Stimme und Körpersprache des Gegenübers richtig zu deuten. Autisten fühlen sich in der Bildschirmwelt viel glücklicher, da hier Empathie kaum gefordert wird. Doch auch insgesamt sinkt das Mitgefühl für andere.'

Greenfield verweist dabei auf zwei aktuelle Studien. So haben etwa chinesische Forscher um Kai Yuank bei 18 Jugendlichen gezeigt, dass infolge einer Internet-Sucht das Volumen der grauen Zellen in fünf Gehirnregionen abnimmt. Wie sie in der Zeitschrift 'PLOS One' berichten, hängt das Ausmaß der Veränderungen mit der Dauer der Sucht zusammen. Eine weitere Untersuchung beweist den radikalen Rückgang von Empathie unter Studenten seit der Jahrtausendwende.

Das Social Web per se ist nicht das Problem, sondern dessen Nutzung, betont Greenfield. 'Twitter leistet wundervolle Dienste wie etwa rasche Mobilisierung, und vielleicht können Social Networks auch den IQ steigern und beim Lernen helfen. Doch Information ist nicht Wissen und schneller Zugang nicht Verstehen. Fakten allein bringen nichts, sondern müssen richtig zugeordnet und verbunden werden.' Mäßigung sei somit das Gebot der Stunde. 'Facebook und Co sind im 21. Jahrhundert eindeutig Teil des Kommunikations-Portfolios. Leben und Beziehungen in der realen Erfahrungswelt sind aber weiterhin unverzichtbar.'

pte

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Forschung #Psychologie #Wissenschaft #Social Networks #Gehirn



Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
Scharf formuliert für mehr Likes
Soziale Medien wie Twitter verstärken mit der Zeit Ausdrücke moralischer Empörung, da Nutzer lernen, dass...

Täuschen und Tarnen zur Bildung
Dämliche Späße von Erwachsenen, wie etwa die vorgespielte falsche Verwendung von Geräten, sind für Kleink...

Funktionen, nicht Privatsphäre
Der Nutzen von Social Media steigt für die User stark an. Die aufkommenden Sicherheitsbedenken sind für d...

Studie: Social Sexleben
Immer mehr Männer widmen dem Social Web mehr Zeit als der Partnerin. Das hat Folgen für die Beziehung....

Social Network für das Herrl
Die Mailänder Beraterfirma Business Competence hat ein speziell für Hundebesitzer entwickeltes Internetpo...

Bereits Kleinkinder im Web?
Zwei von fünf US-Kindern im Alter von bis zu zwei Jahren benutzen mobile Endgeräte noch bevor sie richtig...

Beziehungen aus dem Internet halten kürzer
Online-Dating zerstört zusehends die Ernsthaftigkeit von dauerhaften Beziehungen. Diese Meinung teilen im...

Mädchen sind respektlos?
Die Kommunikation in Facebook und Twitter ist direkter und unverblümter. Was dann als Sprache dabei rausk...

Internet ändert Gehirn?
Das dauernde Multitasking und die nicht-lineare Struktur des Internets hinterlassen mittlerweile deutlich...

Socialbots übernehmen Twitter
Eine US-amerikanische Forschergruppe arbeitet an einer neuen Generation von Twitter-Bots. Die 'Socialbots...

Lernen mit Begeisterung
Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivati...

Eltern schummeln für Kinder
Facebook erlaubt Kindern unter 13 Jahren nicht, einen eigenen Account anzulegen. Dass in der Praxis denno...

Weniger Freunde
Social Networks haben die Freundeskreise zunächst virtuell vergrößert. Der Gegentrend zu kleinen Fan-Geme...

Nur ein Bildschirm gleichzeitig
Wer Computer und Fernseher nebeneinander laufen hat, kann seine Aufmerksamkeit nicht auf beide Informatio...

Meldestelle oder Seelsorge 2.0?
Gerade nach Weihnachten kommen seelische Probleme oft an den Tag. Wo die Psyche unter dem Jahr viel verbe...

So ticken Social Networker
Um viele Postings oder Follower zu erhalten, muss man andere provozieren. Denn Diskussionen im Internet s...

Entfreundung schmerzt auch virtuell
Nicht nur Freunde zu finden wird durch das Internet unkomplizierter, sondern auch, sie wieder loszuwerden...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Ins Forum dazu posten...
Betreff/Beitrag:

   






Top Klicks | Thema Web 2.0 | Archiv

 
 

 


Stream und Konferenz: Besser wirken


Lotus Eletre SUV


Der Wolf und der Löwe im Kino


Drohnen-Cabrio


Dr. Google gefährlich


Citroen C5 Facelifting


Infected Rain


Essen Motor Messe 2021

Aktuell aus den Magazinen:
 Moskwitsch statt Lada/Renault Renault zieht sich aus Russland komplett zurück
 CO2 durch Homework Klima wird durch Home-Work nicht verbessert
 Dreifachjackpot und Zweifachjackpot Mehrfacher Topf im ersten und zweiten Rang!
 Edge vor Safari Chrome-Browser weiterhin weit in Führung
 Porto 2022 Briefe werden in Österreich teurer

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Rechtliches
Copyright © 2022    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Wir gendern richtig!
Tripple