WebWizard   18.5.2022 17:12    |    Benutzerkonto
contator.net » WebNews » WebWizard.at » Magazin » Webmaster  
 

Wir brauchen Cookies, siehe unsere Datenschutzerklärung.















Neueste Artikel

Microsoft Edge überholt Apple Safari
Firefox wird 100
Freie Rede ohne Limits
Eltern gegen Social Media
Österreichs Internet wird teuer werdenWegweiser...
Emojis für Teile von Youtube-Videos
2FA ist selten und nervig
Verifizierter Misserfolg?
DSGVO und IP-Adressen: Die Lösung wäre so einfach!
Youtube will Blödsinn behindern
mehr...








Elektro-Maserati


Aktuelle Highlights

Technik für Remote-Gäste


 
WebWizard Webmaster
Tipp  14.08.2012 (Archiv)

SSD-Festplatten im Server

Harddisks sind immer noch ein kritisches Bauteil von Servern, das nicht nur häufig ausfällt sondern auch noch wichtige Daten beinhalten kann. Sind die neuen SSD-Platten eine Alternative zu konventionellen Festplatten mit Magnetscheiben?

Dass Netzteile ausfallen und schnell ersetzt werden ist Server-Administratoren bewusst, Mainboards und Prozessoren sind mittlerweile halbwegs haltbar und auch sonst sind moderne Server für längere Zeit ohne Ausfall nutzbar. Nur die Festplatten scheinen eher mehr zu Ausfällen zu neigen. Wenn eine neue Technologie kommt, wie es aktuell bei den SSDs mit Flash-Speicher (ähnlich wie bei Speicherkarten oder USB-Sticks) der Fall ist, werden die Ohren gespitzt und der Einsatz im Server überlegt.

Nun liegen auch schon erste Erfahrungen und Tests samt Vergleich vor. Und die SSDs scheinen endlich die Reife zu besitzen, auch in kritischen Servern zum Einsatz kommen zu können. Als Alternative zu Magnet-Festplatten sind sie auf jeden Fall im Kommen.

Beschränkender Faktor der Solid State Disks (SSD) ist noch der Preis (also die Größe des Speichers), belohnt wird man dagegen mit großer Geschwindigkeit, wenig Stromverbrauch und geringer Wärmeentwicklung. Fehler durch Schäden in der Mechanik fallen bei SSDs prinzipbedingt nicht an, dafür haben die Flash-Speicher nur eine begrenzte Lebensdauer, was das Schreiben anbelangt. Zwischen 10.000 und 100.000 mal kann man eine Stelle beschreiben, dann ist der Chip hier defekt.

Günstige SSD-Speicher


SSDs bestehen aus einer Logik, die für die Speicherung und Organisation von Speicher und Ersatzspeicher zuständig ist (dem Controller) und dem Flash-Speicher an sich, den Speicherchips. Manchmal bieten SSD-Speicher auch eine kleine Überbrückung für Stromausfälle gegen Datenschwund während dem Schreiben. Die Chips selbst können vom Typ MLC sein (erlauben wenig Schreibvorgänge, sind aber günstig) oder SLC (teurer, wesentlich ausdauernder beim Schreiben).

Der Controller ist der Grund, warum man eher auf aktuelle SSDs in Servern setzen sollte. Er regelt die Verteilung der Schreibzugriffe und die Nutzung von Ersatz-Chips, die es auch immer gibt. Teurere Platten haben mehr Ersatzspeicher für ausfallende Speicherstellen, halten also deutlich länger durch. Aber auch günstige mit guten Controllern organisieren die Schreibvorgänge so, dass einzelne Stellen nicht zu oft beschrieben werden müssen und die Performance trotzdem nicht darunter leidet - ältere Controller waren da schnell am Ende oder überfordert.

SSD für viele Schreibzugriffe - SLC


Auch bei SSD-Platten empfielt sich im Server der Einsatz von RAID-Systemen. Das hilft, wenn einmal eine Platte ausfällt (RAID 1) und kann auch als Performance-Turbo noch eins drauf setzen (RAID 5). Da SSDs normale Schnitstellen haben (SATA), kann man sie auf normalen RAID-Controllern einsetzen. Auch und gerade bei SSDs empfielt es sich, verschiedene Chargen, Marken oder Typen zu nutzen, um gleichzeitigen Ausfall mehrerer Platten so gut es geht zu vermeiden.

2 SATA III-Ports mit Raid 1

So weit, so gut - die Technik bietet also viele Möglichkeiten und Alternativen. Nun fragt sich noch, welche SSD-Platten für Server geeignet sind und ob die Haltbarkeit ausreicht. Hier ist der Einsatzzweck des Servers maßgeblich.

Server, die große Datenmengen speichern, sind im Nachteil wenn es um das Geld geht - das Budget bestimmt da die Möglichkeit des Einsatzes von SSDs. Sicherungsserver, die große Datenmengen laufend speichern müssen, werden auch schnell an die Schreibgrenzen kommen.

Web-Server werden eher weniger Daten speichern und halten müssen. Logfiles und unkritische Schreibvorgänge kann man auf billige Magnetscheiben auslagern, die eigentlichen Inhalte werden meist gelesen und sind der Menge nach nicht so viele. Viele Nutzer setzen daher in Webservern sogar auf billigste SSD-Platten im Raid 1-Verbund, so kann ein Ausfall keinen Schaden bringen, die Platten halten aber auch so (zumindest rechnerisch) viele Jahre. Unsere Beispielrechnung kommt selbst bei den MLC-Festplatten auf über 20 Jahre MBF (meantime between failure - Zeit bis zum erwarteten Ausfall). Das sollte reichen, ein solcher Server braucht typischerweise noch dazu nur wenige GB Speicher für seine Anwendungen...

Bei Datenbank-Servern schaut die Sache etwas anders aus, da hier Schreibzugriffe häufig sind (Indexe, Inhalte, Zwischenergebnisse - die Datenbank schreibt laufend auf die Festplatten zurück). Man kann zwar viel im RAM optimieren lassen, trotzdem wird es an Schreibbefehlen nicht mangeln. SLC-Platten sind hier obligatorisch, aber zumindest kann man bei Datenbankanwendungen den Bedarf an Speicher gut planen. Auch hier reichen oft die kleineren Platten bereits aus, als Sicherungsmedium und für Logfiles nimmt man dann wieder klassische Festplatten. Kritische Datenbankserver kann man per RAID 5 auch noch an der Performance optimieren.

Da Datenbanken viel schreiben müssen, sind spezielle Server-SSDs mit viel Ersatzspeicher und größerem Speicher, als Partitionen genutzt werden, sinnvoll. Man partitioniert also nicht bis zur Grenze der SSD, um ihr noch Luft für Verschleiß zu lassen und nimmt Platten, die zusätzlich noch großen Reservespeicher besitzen. In solchen Fällen kann man die rechnerische Haltbarkeit im Dauereinsatz auf etwa 10 Jahre hin bekommen - auch ein Wert, der die Magnetplatten hinter sich läßt, bei allerdings deutlich höheren Kosten.

Man kann sich auch den schlimmsten Fall ausrechnen: Wird ausschließlich geschrieben und das mit der theoretischen Höchstgeschwindigkeit und schnell alternden Bauteilen, dann sind schlechte SSDs innerhalb von etwa einem Monat defekt. Gute halten ohne Reserve ein halbes Jahr durch. Nimmt man gute SSDs, spendiert ausreichend Reservespeicher und versucht sie dann mutwillig zu ruinieren, halten diese trotzdem noch viele Monate durch - das sollte schon Beruhigung genug sein für beunruhigte SSD-Planer. Alte Controller wurden dabei aber mit der Zeit langsamer, neue haben das Problem nicht mehr.

SSDs sind in Servern also durchaus geeignet, die Magnetspeicher zubeerben und sinnvollen und haltbaren Ersatz zu liefern. Was man braucht ist das nötige Kleingeld und etwas Wissen und Planung des Einsatzes. Das haben Sie nach dem Text aber - es spricht wenig dagegen, Ihren nächsten Server mit SSD-Flash-Speicher schneller und von Magnetspeichern unabhängig zu machen.

Unsere Bewertung: Sterne.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#SSD #Festplatte #Server #Webserver #Datenbank #Test #Vergleich #Harddisk #Speicher #Technologie #Hardware



Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
Festplatten mit weniger Strombedarf
Forscher des Schweizer Paul Scherrer Instituts (PSI) haben ein neues Material entwickelt, das auf elektri...

Geschwindigkeit funktioniert
Google hat nach einer Auswertung von Michael Janssen besonders schnelle Websites in dem Ranking ganz weit...

Neue Super-Festplatten kommen: MOH
In Kalifornien wurde ein Material entwickelt, das magnetische Festplatten effizienter machen könnte. Noch...

5 Tage im Jahr auf den Computer warten...
Lange Wartezeiten, die durch den PC verursacht werden können, kosten den durchschnittlichen User insgesam...

Windows 8 mit SSD
Dem Researcher IHS iSuppli zufolge werden Solid-State Drives (SSDs) dieses Jahr durchstarten, mit mehr al...

Unzerstörbarer Speicher
Der japanische Hightech-Konzern Hitachi hat in Tokio einen neuartigen Datenspeicher aus Quarzglas präsent...

USB 3.0 Cardreader im Test
Neue Kameras liefern Dateien bis hin zu 50 MB - pro Foto. Die Speicherkarten für die Kameras haben bereit...

SATA Express statt SATA 3
Der kommende Standard für den Anschluss von Festplatten ist weitgehend fix. Die hohe Geschwindigkeit ist ...

RAM-Harddisk
Die Flash-basierten Solid-State-Drives (SSDs) haben sich inzwischen in einigen Anwendungsbereichen als Fe...

Solid State mit 128 GB
Samsung hat mit einem günstigeren Festplattenersatz auf Basis von Speicherchips für Aufmerksamkeit gesorg...

Technologiewechsel bei Festplatten
Eine Änderung kündigt sich bei Festplatten an: Erste Server ('teure' IBM-Blades) werden bereits mit Solid...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Ins Forum dazu posten...
Betreff/Beitrag:

   






Top Klicks | Thema Tipp | Archiv

 
 

 


Stream und Konferenz: Besser wirken


Lotus Eletre SUV


Der Wolf und der Löwe im Kino


Drohnen-Cabrio


Dr. Google gefährlich


Citroen C5 Facelifting


Infected Rain


Essen Motor Messe 2021

Aktuell aus den Magazinen:
 Moskwitsch statt Lada/Renault Renault zieht sich aus Russland komplett zurück
 CO2 durch Homework Klima wird durch Home-Work nicht verbessert
 Dreifachjackpot und Zweifachjackpot Mehrfacher Topf im ersten und zweiten Rang!
 Edge vor Safari Chrome-Browser weiterhin weit in Führung
 Porto 2022 Briefe werden in Österreich teurer

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Rechtliches
Copyright © 2022    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Wir gendern richtig!
Tripple