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Suchmaschinen  21.09.2012 (Archiv)

Google eigene Vorschläge beibringen

Wer im Suchfeld bei Google eintippt, bekommt praktischerweise auch immer gleich Vorschläge, die meist auch noch recht hilfreich sind. Das nutzen viele User, daher wäre es gut, wenn eigene Wünsche dort berücksichtigt werden...

Und genau das klappt auch, wenn man Google die Wichtigkeit eigener Begriffe nur ausreichend deutlich macht. Wissen muss man dazu nur, wie Google zu den Inhalten kommt, die in den Vorschlägen ('Google Suggest') erscheinen.

Die Affaire rund um Christine Wulff in Deutschland, wo Google zum Namen auch gleich Begriffe aus dem Rotlichtmilieu präsentiert hat, zeigte schon was machbar ist. Sie zeigte aber auch, dass Google in der Lage ist, in die Listen einzugreifen - Vorsicht ist also bei all der Optimierung angebracht.

Die Vorschläge im Suchschlitz bei Google stammen nämlich von den Usern selbst. Das, was häufig und erfolgreich gesucht wurde, nimmt Google als Maßstab für die Wichtigkeit. Wenn viele User nach einem Textbaustein suchen, kann der nur wichtig sein. Geben weitere User diesen ein, vervollständigt Google ihn künftig selbst. Die zugehörige Datenbank wird aber nicht so schnell angepasst, wie man das gerne hätte, ein Unterjubeln eigener Begriffe in die Vorschlagsliste dauert manchmal auch Monate, wie Blogger Michael Kohlfürst herausgefunden hat.

Google Namen beibringen

Er gibt jedoch auch gleich konkrete Empfehlungen für die Vorgehensweise. Die Dimension der 'Überredungsversuche' ist jedoch auch unterschiedlich, je nachdem wie 'umkämpft' die Vorschlagsliste bei Google ist. Begriffe, die häufig gesucht werden, brauchen mehr Gegensteuerung für eigene Begriffe als jene, die sonst gar nicht gebraucht werden.

Wichtig ist ansonsten aber nur, dass Google merkt, wie oft eine Begriffsreihe wirklich gebraucht wird. Suchen Sie also selbst danach, nicht direkt hintereinander, aber mehrfach wöchentlich über längere Zeiträume. Sollte Google die Begriffe selbst ändern (d.h. 'korrigieren'), dann muss man Google auch noch zum richtigen Begriff zwingen, also im Suchergebnis die gewünschte Schreibweise aktivieren. Die Autokorrektur von Google führt ja nicht immer zum gewünschten Ergebnis.

Macht man das über Wochen hinweg, erscheint die 'Google Suchvorschlags-Bombe' irgendwann auch in den Vorschlägen. Danach heißt es dran bleiben, denn so wie ein Eintrag erscheint, verschwindet er auch wieder. Sollten andere User ihn aber nutzen, begreift Google das auch als Indiz für die Nützlichkeit, eine solche Optimierung kann im besten Fall also zum Selbstläufer werden. Hüten Sie sich aber vor Spam, denn den dreht Google auch manuell ab. Die Listen werden gewartet, lustige Vorschläge sind in der Regel nicht lange online (Beispiele für lustige Google-Suggest-Einträge unterhalb).

Wie wichtig das Autocomplete von Google ist, zeigt auch eine aktuelle Studie von Fairrank. 1000 Tester mussten dabei nach Personen suchen. Die negativen und positiven Suchvorschläge wurden dabei bei der Autovervollständigung von Google im Zusammenhang protokolliert, die Probanden dann dazu befragt. Negative Vorschläge blieben stark im Gedächtnis und wurden überdurchschnittlich angeklickt, der erste Eindruck blieb hängen. Wir haben unten auch einen Artikel verlinkt, der das Potential durch Autocomplete bei Google abschätzt. Beides zeigt deutlich, dass die richtigen Vorschläge einen großen Nutzen bringen.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Google #Suche #Suchmaschine #SEO #Optimierung



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