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Content  29.12.2019

Youtube Monetarisierung trotz Claim?

Wenn andere Labels einen Content-ID-Claim machen, gibt es eigentlich keine Monetarisierung mehr. Solche Videos können aber selbst ohne Partner-Status mit einem Hack monetarisiert werden.

Kleine Kanäle haben seit einiger Zeit keine Chance mehr, in das Youtube-Partnerprogramm aufgenommen zu werden - das Schalten von Werbung für Einnahmen aus dem Youtube-Kanal ist damit nicht mehr möglich. Und auch größere Kanäle haben das Problem, dass die Umsätze versiegen, sobald ein Label oder Rechteverwerter Ansprüche geltend macht. Das kann gerechtfertigt sein, wenn etwa fremde Musik eingebunden wurde, aber auch ungerechtfertigt - viele Trolle claimen Videos und machen so Geld, ohne Rechte wirklich nachweisen zu können.

Der Youtuber 'Original Ace' hat jedoch einen Trick herausgefunden, der in solchen Fällen trotzdem zu Erfolg führt - man kann also zu kleine Kanäle genauso monetarisieren wie Videos, die einen Claim-Anspruch aus dem Content-ID-Verfahren ausgesetzt sind. Auch wenn Youtube solche Videos nicht zu Geld machen hilft, kann mit einem Hack trotzdem Umsatz generiert werden - auch ohne Partnerstatus!

Dazu führt man selbst einen Claim aus, macht also Ansprüche aus dem Urheberrecht auf eigene Videos geltend. Dazu braucht es Musik, die in die Videos integriert wird - etwa im Abspann. Über ein Musik-Label führt man diese Musik im Content-ID-Verfahren in die Rechteverwaltung bei Youtube ein und beansprucht die eigenen Videos. Wie ein fremder Anspruch wird dann der eigene über den Zwischenschritt geltend gemacht, das Label monetariesiert das Video nun und erhält die Einahmen aus der Werbung. Und das auch dann, wenn der Kanal gar nicht die Größe hat, um Werbung erlaubt zu bekommen.

Und sollte jemand anders ebenfalls Anspruch erheben, dann werden die Einnahmen zwar geteilt, aber eben nicht komplett abgedreht. Sofern das Label also aus dem eigenen Kreis stammt und Einnahmen weitergibt, sind Youtube-Einkünfte also auch dann möglich...

  • wenn Youtube einen Content-ID-Anspruch geltend macht
  • wenn der Kanal zu klein für Youtube-Partner ist


Beides sind Dinge, die nicht möglich sein sollten, aber durch den Zwischenschritt der Abrechnung über ein 'eigenes' Label dann doch machbar sind. Und das könnte durchaus für viele lukrativ sein, denn insbesondere größere Youtuber werden durch Copyright-Trolle angegriffen, die auf Glück Anspruch geltend machen und die wichtigen ersten Stunden die Werbung 'abziehen' und kleinere Youtuber gar keine Chance auf Youtube-Einkommen hätten. In beiden Fällen ist das Label als Umsatzbringer eine neue Geldquelle für Youtuber!





Das kann man sogar noch weiter optimieren und mehrere verschiedene Musikstücke integrieren und beanspruchen: Bei zwei Musikstücken, etwa im Intro und Outro, sind dann schon zwei eigene Ansprüche gegenüber einem potentiellen fremden Claim vorhanden und schon zwei Drittel der Einnahmen zurück in der eigenen Tasche.

Musik günstig erhalten

Was es für den Trick braucht: Ein kurzes Musikstück, das eigens für den Kanal gemacht wird (etwa billig bei Fiverr bestellen), ein Label, das die Monetarisierung abnimmt und das Content-ID-System zum Beanspruchen der eigenen Videos. Fertig ist der Workaround für die Monetasisierung trotz Claim oder ohne Partnerstatus.

Risiko gibt es natürlich auch, wenn man das Spiel zu weit treibt: Durch Claims kann man nämlich auch legitime Partner von der Monetarisierung ausschließen - etwa bei Youtube-Netzwerken. Und auch der eigene Kanal könnte durch dauernde Claims leiden, denn Google sieht dabei ja nicht, dass es Ansprüche 'gegen' sich selbst sind. Hier zurückhaltend nur bei wichtigen Videos aktiv zu werden, dürfte der goldene Mittelweg sein, den risikoscheue gehen können.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Youtube #Einkommen #Einkünfte #Umsatz #Monetarisierung #Label #Musik



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